Dieses Bildmotiv im Rahmen zeigt Menningen aus westlicher Richtung.

Menningen bei Merzig

Den Stadtteil Menningen (637 Einwohner) erreichen Sie über die Bundesstraße B 51. Hier zeigt sich Ihnen ein kleiner Saalbau, die Kapelle St. Clemens, die aus der Mitte des 18.Jahrhunderts stammt und 1951,1998 und 2009 renoviert wurde. In der Kapelle sind ein Barockaltar mit Figuren des heiligen Clemens und zweier Bischöfe (um 1770), eine Kommunionbank, ein Gestühl mit Wangen aus dem 18.Jahrhundert zu sehen. Außerdem steht rechts neben dem Aufgang zur Kapelle ein Wegekreuz aus dem 18.Jahrhundert.

Im Naherholungsgebiet ,,Mühlental" (Parkplatz unmittelbar an der B 51) mit bequemen Spazierwegen, Bachlauf und altem Baumbestand können Sie Spaziergänge über die Höhenwanderwege und auf dem neuen Wanderweg " der Bietzerberger" zum Fischerberghaus (Restaurationsbetrieb des Saarwaldvereines, an Sommersonntagen Einkehrmöglichkeit) unternehmen. Eine Schutzhütte am Aussichtspunkt ,,Freizeitplatz Auf Gruden" lädt ein. Beim Verlassen des Stadtteiles Menningen in Richtung Saarfels haben Sie am Ortsausgang einen herrlichen Blick über das Saartal und den Niedzufluß.

Die Chronik von Menningen

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1492 als >>Mennick<<. Der Name wird gedeutet als >>Mandiacum<<, d.h. Siedlung des Mandius. Die Gegend des Bietzerberges war schon früh besiedelt. Es gibt neolithische Funde bei Bietzen und Menningen. Auch römische Funde sind in der Umgebung bekannt. Man nimmt an, das diese um die Zeit der fränkischen Landnahme im 6 Jahrhundert nach Christus entstanden sind. Buosinga (Bietzen) Harlingen, Menningen bildeten eine Bann-und Flurgemeinschaft und sind seit altersher eine Einheit sowohl als Pfarrei als auch als politische Einheit. Am Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gehörten die Orte zum Kurfürstentum Trier. Der Bietzerberg gehörte dann zu dem Kondomium Merzig-Saargau, in dem sowohl Kurtrier als auch Lothringen die Landeshoheit hatten. Dieses Kondominium bestand von 1368 bis 1778.

Obst und Weinbau in Menningen

1936 zählte der Kreis 26 weinbautreibende Gemeinden. 1964 waren es nur noch fünf, nähmlich Beckingen, Besseringen, Menningen, Merchingen und Merzig. Gemeinden also die auch hervorragende Ernsten in marktfähingen Obstsorten haben. Die besten Weinpreise hatten Beckingen, Menningen und Merzig, deren rote Weine gesucht waren und bis 240 Taler für das Fuder einbrachten. Dagegen hielt sich der weiße Wein unserer Lagen nicht und erreichte selten höhere Preise als etwa 120 Taler für ein Fuder. In den schlechten Weinjahren 1850 bis 1856 wurde nur in Menningen und Beckingen gekeltert, während die Weinbergbesitzer von Merzig und anderen umliegenden Orten ihre Trauben auf dem Stock zur Champagnerfabrikation nach Saarbrücken verkauften. Recherche Rainer Kremer (Autor unbekannt.)

Entwicklung der Einwohnerzahlen

 Jahr Anzahl der Einwohner Entwicklung
 1778 9 Ackerleute, 15 Tagelöhner, 15 Bettler 
 1997 588 Einwohner 
 2002 592 Einwohner +  4 gegenüber 2001
 2003 613 Einwohner+ 21 gegenüber 2002 
 2004 608 Einwohner -  5 gegenüber 2003
 2005 615 Einwohner + 7 gegenüber 2004
 2006 617 Einwohner + 2 gegenüber 2005
 2007 633 Einwohner + 16 gegenüber 2006
 2008 642 Einwohner (per 30.06.2008) + 9  gegenüber 2007
 2009 637 Einwohner (per 31.12.2010)  -  5 gegenüber 2008

Menningen liegt 5 km südwestlich von Merzig an der A8

Abfahrt Rehlingen von Westen, oder Abfahrt Merzig  von Südwesten.  


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