Menningen im Saarland
Ein idyllisch gelegener Ortsteil von Merzig im Grünen
Menningen bei Merzig
Den Stadtteil Menningen (642 Einwohner) erreichen Sie über die Bundesstraße B 51. Hier zeigt sich Ihnen ein kleiner Saalbau, die Kapelle St. Clemens, die aus der Mitte des 18.Jahrhunderts stammt und 1951 sowie 1998 renoviert wurde. In der Kapelle sind ein Barockaltar mit Figuren des heiligen Clemens und zweier Bischöfe (um 1770), eine Kommunionbank, ein Gestühl mit Wangen aus dem 18.Jahrhundert und die Glocke aus dem Jahre 1578 zu sehen. Außerdem steht rechts neben dem Aufgang zum Portal ein Wegekreuz aus dem 18.Jahrhundert.
Im Naherholungsgebiet ,,Mühlental" (Parkplatz unmittelbar an der B 51) mit bequemen Spazierwegen, Bachlauf und altem Baumbestand können Sie Spaziergänge über die Höhenwanderwege zum Fischerberghaus (Restaurationsbetrieb des Saarwaldvereines, an Sommersonntagen Einkehrmöglichkeit) unternehmen. Eine Schutzhütte am Aussichtspunkt ,,FreizeitplatzAuf Gruden" lädt ein. Beim Verlassen des Stadtteiles Menningen in Richtung Saarfels haben Sie am Ortsausgang einen herrlichen Blick über das Saartal und den Niedzufluß.
Die Chronik von Menningen
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1492 als >>Mennick<<. Der Name wird gedeutet als >>Mandiacum<<, d.h. Siedlung des Mandius. Die Gegend des Bietzerberges war schon früh besiedelt. Es gibt neolithische Funde bei Bietzen und Menningen. Auch römische Funde sind in der Umgebung bekannt. Man nimmt an, das diese um die Zeit der fränkischen Landnahme im 6 Jahrhundert nach Christus entstanden sind. Buosinga (Bietzen) Harlingen, Menningen bildeten eine Bann-und Flurgemeinschaft und sind seit altersher eine Einheit sowohl als Pfarrei als auch als politische Einheit. Am Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gehörten die Orte zum Kurfürstentum Trier. Der Bietzerberg gehörte dann zu dem Kondomium Merzig-Saargau, in dem sowohl Kurtrier als auch Lothringen die Landeshoheit hatten. Dieses Kondominium bestand von 1368 bis 1778.
Obst und Weinbau in Menningen
1936 zählte der Kreis 26 weinbautreibende Gemeinden. 1964 waren es nur noch fünf, nähmlich Beckingen, Besseringen, Menningen, Merchingen und Merzig. Gemeinden also die auch hervorragende Ernsten in marktfähingen Obstsorten haben. Die besten Weinpreise hatten Beckingen, Menningen und Merzig, deren rote Weine gesucht waren und bis 240 Taler für das Fuder einbrachten. Dagegen hielt sich der weiße Wein unserer Lagen nicht und erreichte selten höhere Preise als etwa 120 Taler für ein Fuder. In den schlechten Weinjahren 1850 bis 1856 wurde nur in Menningen und Beckingen gekeltert, während die Weinbergbesitzer von Merzig und anderen umliegenden Orten ihre Trauben auf dem Stock zur Champagnerfabrikation nach Saarbrücken verkauften. Recherche Rainer Kremer (Autor unbekannt.)
Entwicklung der Einwohnerzahlen
Jahr Anzahl der Einwohner Entwicklung 1778 9 Ackerleute, 15 Tagelöhner, 15 Bettler 1997 588 Einwohner 2002 592 Einwohner + 4 gegenüber 2001 2003 613 Einwohner + 21 gegenüber 2002 2004 608 Einwohner - 5 gegenüber 2003 2005 615 Einwohner + 7 gegenüber 2004 2006 617 Einwohner + 2 gegenüber 2005 2007 633 Einwohner + 16 gegenüber 2006 2008 642 Einwohner (per 30.06.2008) + 9 gegenüber 2007 2009
Menningen liegt 5 km südwestlich von Merzig an der A8
Abfahrt Rehlingen von Westen, oder Abfahrt Merzig von Südwesten.
Neu: Routenplaner nach Menningen im Saarland (Ortsmitte)
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